Umwelt

Einspeisemanagement

Im Hinblick auf § 14 (1) in Verbindung mit § 13 (2) EnWG und gemäß § 9 in Verbindung mit § 14 EEG 2017 sind Anlagenbetreiber(innen) von EEG-Anlagen und KWKG-Anlagen verpflichtet, ihre Anlagen mit einer installierten Leistung > 100 kW mit technischen Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

Des Weiteren schreibt der Gesetzgeber im EEG für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie (Photovoltaikanlagen) eine detaillierte Leistungseinteilung vor:

  1. Anlagenbetreiber(innen) von Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung 30 kW < P ≤ 100 kW müssen diese mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann.
  2. Anlagenbetreiber(innen) von Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung ≤ 30 kW haben ein Wahlrecht:
      • Anlagenbetreiber(innen) von Photovoltaikanlagen müssen diese mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann
        - oder -
      • am Verknüpfungspunkt/Eigentumsgrenze der Photovoltaikanlage mit dem Netz die Wirkleistungseinspeisung dauerhaft auf 70 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen.

Anschluss von EEG-Anlagen und KWKG-Anlagen in Mittelspannung

Hierzu sind die Bedingungen für den Einsatz von Rundsteuerempfängern in Anschlussnehmeranlagen zur Leistungsreduzierung von Erzeugungsanlagen am Netz des Netzbetreibers und Abrufung der Ist-Einspeisung verbindlich anzuwenden. Der Netzbetreiber kann die Beschaffung, Parametrierung und Erstinbetriebnahme einer Fernwirkanlage übernehmen. Für diese Leistung betragen die Kosten 2.500,00 €*. Für die Bereitstellung der SIM-Karte mit Flatrate zur Datenübertragung wird derzeitig ein monatliches Entgelt i. H. v. 15,00 €* erhoben.

Anschluss von EEG-Anlagen und KWKG-Anlagen in Niederspannung

Hier sind die Bedingungen für den Einsatz von Rundsteuerempfängern in Anschlussnehmeranlagen zur Leistungsreduzierung von Erzeugungsanlagen am Netz des Netzbetreibers verbindlich anzuwenden. Die einmaligen Kosten für die Bereitstellung, Parametrierung und Erstinbetriebnahme eines Rundsteuerempfängers betragen derzeitig 300,00€ durch Einbau der Stadtwerke Eschwege und 200,00€ durch einen Fachinstallatuer. Für den Betrieb, die Wartung und die Instandhaltung eines Rundsteuerempfängers wird ein monatliches Entgelt i. H. v. 6,90 €* erhoben.

Möchten Sie als Anlagenbetrieber diese Leistungen nutzen unterbreiten wir Ihnen gern ein individuelles Angebot hierzu.

* Die genannten Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer in Höhe von 19 %.

§ 9 EEG 2017 „Technische Vorgaben" 
 (Bestandsanlagen)

Bedingungen installierte Leistung am VKP
P > 100 kW 30 kW < P <= 100 kW P <= 30 kW
Inbetriebnahme bis 31.12.2011 bis 31.08.2008 ab 01.01.2009
bis 31.12.2011 
bis 31.12.2011
betriebliche Vorgaben ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen keine ferngesteuert reduzieren keine
 Pflicht ab 01.07.2012 keine 01.01.2014 keine

§ 9 EEG 2017 „Technische Vorgaben" 
(Neuanlagen mit einer Inbetriebnahme ab 01.01.2012)  

Energieträger  installierte Leistung am VKP
P > 100 kW 30 kW < P <= 100 kW P <= 30 kW 
Windkraft ja nein nein
Photovoltaik ja ja ja
Wasserkraft ja nein nein
EEG-BHKW ja nein nein
KWKG-BHKW ja nein nein
betriebliche Vorgaben

ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen

ferngesteuert reduzieren Wahlrecht des Anlagenbetreibers:
 
ferngesteuert reduzieren
 
oder
 
Wirkleistungseinspeisung dauerhaft auf 70% der installierten Leistung am VKP begrenzen

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