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„Sechs Schritte zum Energiesparhaus“ - Thermische Solaranlagen

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(vom 03.06.2017)

Ihre beste Ausbeute liefern Solaranlagen in den Sommermonaten. Mit einer richtig eingestellten Anlage kann für drei Monate der Kessel ganz abgeschaltet werden. Geheizt wird nicht und die Warmwasserbereitung übernimmt die Solaranlage. Das spart Heizenergie, Strom und Abgase, die bei Kaltstarts des Kessels besonders hoch liegen.

 

 

 

„Pro Kopf benötigen wir rund 100 Liter Heizöl oder 100 m³ Erdgas jährlich für die Warmwasserbereitung. In einem 4-Personen-Haushalt fallen im Jahr also 400 Liter Heizöl für das warme Wasser an. Hiervon spart ein Kollektor ca. 30 bis 60 Prozent ein, also 120 bis 240 Liter Heizöl oder m³ Erdgas. Ein kleiner, aber willkommener Zielbeitrag“, sagt Florian Voigt, Projektmanager der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen sind 3 bis 4 m² Flachkollektoren und ein 300 bis 400-Liter-Warmwasserspeicher völlig ausreichend. Eine Familie mit einem etwas größeren Warmwasserverbrauch (200 Liter pro Tag) kann bei 4 m² Flachkollektoren mit einem Ertrag von 1.750 kWh pro Jahr vom Dach rechnen. Dies entspricht 175 Liter Heizöl pro Jahr. Leistet sich unsere Beispielfamilie statt 4 m² satte 10 m² Kollektorfläche, erhöht sich der Ertrag nur auf 2.000 kWh pro Jahr, also um nur 12 Prozent. Man sieht: Viel bringt nicht immer viel. Das liegt daran, dass auch mit einer größeren Fläche im Winter das Sonnenangebot nicht steigt, während die große Anlage im Frühjahr/Sommer überdimensioniert ist. 

Das Einsparziel für hessische Häuser liegt bei 10 Liter Heizöl oder m³ Erdgas pro m² und Jahr. Solaranlagen bringen eine Einsparung von 1 bis 2 Liter pro m² Wohnfläche und Jahr (1 bis 2 m³ Erdgas pro m² Wohnfläche und Jahr). Da die meisten hessischen Wohngebäude noch 20 Liter Heizöl pro m² und Jahr benötigen, wird deutlich: Die Solaranlage zur Warmwasserbereitung ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem weitere fünf Schritte folgen müssen: Neuer Brennwertkessel, Dämmung der Außenwand, Dämmung des Daches, neue Wärmeschutz-Isolierverglasung und Dämmung der Kellerdecke gehören auch dazu. 

Detailliertere Informationen gibt es in der Energiespar-Information Nr. 14

„Brauchwasserbereitung mit Sonnenenergie – Wissenswertes über thermische Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung“, die unter www.energiesparaktion.de als Download erhältlich ist. Informationen zu entsprechenden aktuellen Förderangeboten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de.

 

Das „Solar-Kataster Hessen“ unter https://www.energieland.hessen.de/solar-kataster bietet einen direkten Blick auf die Solarenergie-Potenziale von Dach- und Freiflächen. Die Potenziale werden sowohl für Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung als auch für solarthermische Anlagen zur Wärmeerzeugung angezeigt. Der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner liefert Informationen über Amortisationszeit und Rendite einer geplanten Solaranlage. In Abhängigkeit vom individuellen Eigenverbrauch wird zudem die optimale Modulgröße ermittelt.

 

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen unter www.verbraucher.de.

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